Apulien

Das Weinanbaugebiet Apulien liegt im Südosten Italiens, zwischen dem adriatischen und dem ionischen Meer. Bari ist die Hauptstadt und auch die größte Stadt der Region. Die fruchtbaren Ebenen Apuliens und das warme, im Sommer oft sehr trockene Klima sind gute Voraussetzungen für den Anbau von Wein. Apulien verfügt über eine Weinanbaufläche von etwas mehr als 107.000 Hektar und produziert rund 7,5 Millionen Hektoliter Wein im Jahr. 

Apuliens Lage und Klima eignen sich insbesondere für gehaltvolle Rotweine. Drei Rebsorten dominieren den Apulien Wein: Sangiovese, Primitivo und Negroamaro.


Sangiovese wurde nachweislich bereits vor 2.500 Jahren von den Etruskern kultiviert. Die Sangiovese-Rebe ist Hauptbestandteil des italienischen Chianti. Diese Rebsorte
ist nicht besonders typisch für Apulien, sondern wird eigentlich in ganz Italien angebaut.

Der Primitivo ist eine traditionsreiche Weinsorte, die allerdings eine größere Berühmtheit unter dem Namen „Zinfandel“ in Kalifornien erlangte und so nicht mehr der Weinanbauregion Apulien bedingungslos zugeschrieben werden kann. Diese Rebsorte bringt sehr würzige Weine mit einem hohen Alkoholgehalt hervor, die oft Zimt-, Nelken- und Waldfrüchte-Aromen besitzen. 


 


Sangiovese ist die wichtigste 

und häufigste Rebsorte in Italien. 


Der Negroamaro hingegen ist ein typischer Vertreter des Anbaugebiets Apuliens 
und wird hier schon seit Jahrtausenden angebaut. Hauptanbaugebiet heute ist der Ort Salice Salentino in der Provinz Lecce. Der Salice Salentino Rosso und der Salice Salentino Rosato werden hier mit dem Status DOC hergestellt. 


Sowohl der Rotwein als auch der Rosé benötigen eine Reifung von mindestens 8 Monaten, wobei Qualitätsanbieter den Rosso bis maximal vier Jahre in verschiedenen Behältern reifen lassen. Der Wein hat eine rubinrote Farbe und ein warmes Aroma, das an rote Früchte und Gewürznelken erinnert. 

 

Piemont

Piemont gilt als berühmtestes Weinanbaugebiet Italiens. Die im Nordwesten Italiens liegende Region grenzt im Norden an die Schweiz und im Westen an Frankreich. Piemont gliedert sich in drei verschiedene, landschaftlich gut unterscheidbare Teile, die verschiedene Voraussetzungen für den Weinanbau bieten: Die Alpenregion im Norden, die Po-Ebene sowie das Hügelland im Südosten, wo die meisten Weinanbaugebiete Piemonts liegen.

Die Ursprünge des Weinanbaus im Piemont lassen sich eindeutig im Mittelalter nachweisen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass hier bereits in der Antike Piemont Wein kultiviert wurde.

 Drei Rotweinsorten aus dem Weinanbaugebiet Piemont sind weltweit bekannt und werden von Weinkennern seit vielen Jahrzehnten geschätzt: Barolo, Barbera und Barbaresco. 

Der Barolo wurde bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts als „Wein der Könige“ berühmt und erfuhr in den 1980er Jahren einen erneuten Aufschwung. Die namensgebende Gemeinde Barolo liegt in den Langhe-Bergen, südlich der Stadt Alba. Der Barolo ist ein sortenreiner Wein, welcher aus der Nebbiolorebe hergestellt wird. Er zeichnet sich durch einen vollen, körperreichen Geschmack mit recht hohem Tanningehalt aus. 

Der Barbaresco wird ebenfalls sortenrein aus der Nebbiolorebe gewonnen und gilt als der „kleine Bruder“ des Barolo. Die Weinanbaugebiete für den Barbaresco liegen tiefer und die andere Bodenbeschaffenheit macht den Wein etwas samtiger im Geschmack.

Auch die Rebsorte Barbera ist sehr typisch für Piemont und bringt sehr hochwertige, kräftige, tief-rubinrote Weine hervor, die allerdings einen eher geringen Tanningehalt haben. Barbera d’Alba sowie Barbera d’Asti sind die berühmtesten Vertreter des Barbera. 

 Südtirol 

Südtirol ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete Italiens. Dank seiner geografischen Lage am Schnittpunkt zwischen alpinem Norden und mediterranem Süden aber auch eines der facettenreichsten. Unzählige Generationen haben Südtirol als Weinland geprägt, wo Winzerinnen und Winzer in unterschiedlichen Klimazonen, mit wechselnden Bodentypen und auf Höhenlagen von 200 bis 1.000 Metern Weinbau betreiben. Hier entstehen authentische Weine mit eigenständigem Charakter, wobei der Sortenschwerpunkt auf Weißwein liegt: Rund 60 Prozent der Weinbaufläche sind mit weißen und nur 40 Prozent mit roten Rebsorten bepflanzt.


Im Rotweinbereich reicht die Bandbreite von den autochthonen Rebsorten Lagrein und Vernatsch bis hin zu internationalen Klassikern wie Pinot Noir, Merlot und Cabernet. Eine Vielfalt, die zu 98 Prozent DOC klassifiziert ist und eine beachtliche Dichte an Spitzenweinen hervorbringt.

Bei den Weißweinen sind es in erster Linie Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc, die neben Grauburgunder und Gewürztraminer Südtirol zu 
einer der führenden Weißweinregionen Italiens machen. 

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